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Das neue Schweizer Konsulat in Kapstadt entsteht als radikales Re-Use-Projekt. Die baulichen Elemente des früheren Konsulats werden demontiert und neu zusammengesetzt. Aus den Fragmenten entsteht ein vielschichtiges Innenraumgefüge, ähnlich einem Kaleidoskop.

Die scheinbar schlecht sitzenden Türen und Verglasungen des Bestands werden als objets trouvés verstanden. Ihre Setzung erzeugt eine neue räumliche Ordnung – unregelmässig, schief, verzerrt.

Als Montage widersetzt sich der Raum dem orthogonalen Raster kommerzialisierter Büroräume. Die Grenze zwischen Korridor und Büro verschwimmt. Wände und Vordächer erhalten ein Muster aus silbernen Streifen, das das einfallende Licht reflektiert. Die Banalität der Trockenbauoberflächen löst sich im optischen Spiel auf. Der Innenraum verbindet sich mit der grafischen Präzision der Aluminiumfassade und betont die malerische Wirkung der sichtbaren Gebäudetechnik.

2025
Ort: Kapstadt, Südafrika
Programm: Bürogebäude/ Re-Use
Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik, Bern
Nettogeschossfläche: 260 m2
Projektstatus: Gebaut